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  • Schlagwort: Französische Literatur

„Lieblingstochter“ von Sarah Jollien-Fardel

Sarah Jollien-Fardel verfasste mit „Lieblingstochter“ ein radikal ehrliches, fiktionales Buch über eine Geschichte mit einem wahren, autobiographischen Kern. Sie schreibt darin über einen cholerischen Vater, der die Familie – bestehend aus Mutter und Töchtern – mit Zorn und Gewalt terrorisierte, drangsalierte, schikanierte. Es ist eine Geschichte über traumatische Verletzungen, die bis in die Gegenwart reichen […]

„Bonjour Tristesse“ von Françoise Sagan

Françoise Sagan schrieb „Bonjour Tristesse“ 1954 mit 18 Jahren innerhalb von einigen Wochen – und der Erfolg gab ihr Recht. Denn der rasch geschriebene Roman, der auch für einen Skandal in der französischen Literaturlandschaft sorgte, wurde zum Bestseller. Die Autorin schaffte mit dem Buch über einen Sommer am Meer und ein Liebes-Dreieck (oder Vieleck) den […]

„Un certain Paul Darrigrand“ von Philippe Besson

Philippe Besson ist in Frankreich ein Erfolgsschriftsteller, der in einem Rekordtempo Bücher veröffentlicht, jedes Jahr eines. „Un certain Paul Darrigrand“ ist das zweite Werk seiner autobiographischen Trilogie, die mit „Hör auf zu lügen“ (frz. „Arrête avec tes mensonges“) ihren Anfang nahm. Der schwule Autor Besson behandelt darin seine ersten beiden Beziehungen in den 70er und […]

„Der belgische Konsul“ von Amélie Nothomb

Ein Buch pro Jahr veröffentlicht Amélie Nothomb ungefähr, und so gibt es in jeder rentrée littéraire ziemlich zuverlässig einen frischen Roman aus ihrer Feder. In ihrem neuesten jetzt auf Deutsch erschienenen Roman schreibt die französische Erfolgsschriftstellerin Nothomb über das Leben ihres Vaters, eines belgischen Diplomaten, von dessen Kindheit bis zu einer Geiselname in Stanleyville.

„3 – une aspiration au dehors“ von Geoffroy de Lagasnerie

Der Wert der Freundschaft wurde seit jeher in der Philosophie betont. Geoffroy de Lagasnerie veröffentlicht nun ein Buch über eine besondere Freundschaft zu dritt, nämlich diejenige zwischen Didier Éribon, Édouard Louis und ihm selbst, also jenen drei Pariser Intellektuellen, die auch in Deutschland Beachtung finden. Das Werk trägt den Namen „3“, es vertritt jedoch auch […]

„Simone de Beauvoir – Ich möchte vom Leben alles“ von Julia Korbik und Julia Bernhard

Julia Korbik veröffentlichte 2017 eine Biographie über Simone de Beauvoir („Oh, Simone“), nachdem sie sich lange intensiv mit deren Werk befasst hatte. Nun ist in einer Zusammenarbeit der Autorin Korbik und der Illustratorin Julia Bernhard eine wunderbare Graphic Novel über das Leben der Existenzialistin und Feministin Simone de Beauvoir entstanden, die jede und jeder mit […]

Podcast/Radio-Beitrag: „Noces suivi de l’Été“ von Albert Camus

Am vergangenen Mittwoch, den 21.06., bin ich zum ersten Mal in der Radio,Sendung Francophonies aufgetreten, um eine Literaturempfehlung abzugeben, die live über die Wellen des Nürnberger Bürger- und Alternativsenders Radio Z gesendet wurde. Die Sendung Francophonies bei Radio Z wird einmal im Monat ausgestrahlt und ist eine französischsprachige Sendung, die hauptsächlich aus französische Musik, aber […]

„Hochzeit des Lichts“ / „Noces suivi de L’été“ von Albert Camus

Albert Camus veröffentlichte 1938 erstmals die autobiographisch inspirierte Essay-Sammlung „Noces“ (dt. ,Hochzeit‘ mit Texten aus 1936/37), die heute als „Noces suivi de L’Été“ bei Gallimard erhältlich ist. Ein Fest des Lichts, der Sinnlichkeit, des Meers, der Luft, der Düfte und der heimatlichen algerischen Wüste und Ruinen sind diese frühen Texte Camus’, die unter anderem in […]

„Der Fall“ von Albert Camus

„Der Fall“ ist der letzte und laut Sartre „am wenigsten verstandene“ Roman von Albert Camus. Nun erschien er in einer Neuübersetzung von Grete Osterwald bei Camus’ deutschem Verlag Rowohlt – ein Grund, sich ein weiteres Mal mit diesem komplexen Text auseinanderzusetzen, der die Gedanken eines französischen ehemaligen Anwalts und „Bußrichters“ im Hafenviertel Amsterdams ins Zentrum […]

„Brüderchen“ von Clara Dupont-Monod

Ein Kind kommt auf die Welt – an sich nichts Ungewöhnliches, doch was geschieht, wenn dieses Kind krank, ja sogar schwer behindert ist, nicht sprechen und nicht sehen kann und auch in den eigenen Bewegungen stark eingeschränkt ist? Clara Dupont-Monod wirft in ihrem Roman „Brüderchen“ (frz. „S’adapter“) einen präzisen, humanen und feinfühligen, nie jedoch despektierlichen […]