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Lyrikkabinett Rezension

Aus dem Lyrikkabinett: „Barfuß vor Penelope“ von Volker Sielaff

Volker Sielaff
(Copyright: Harald Krichel)

Volker Sielaff, 1966 in der Lausitz geboren, lebt als Lyriker und Publizist in Dresden. Seit 1990 veröffentlicht er Gedichte, Essays und Kritiken. „Barfuß vor Penelope“ ist bereits sein vierter Lyrikband.

Dieser Gedichtband lebt teilweise davon, dass er eine ganze Myriade von abendländischen philosophischen und literarischen Traditionen aufgreift – von mythologischen Figuren wie Odysseus, Kirke über die im Titel genannte Penelope bis hin zu den Figuren der Orestie – und neu verbindet. Es kommt durchaus vor, dass Hochkulturelles neben Banalem und Gewöhnlichem steht. Einen gewissen Willen, hin und wieder mit besonders innovativen Kombinationen zu provozieren kann man dem Dichter nicht absprechen.

Zu Penelope, die ihren Frust /
wegwebt. Zu ihrer Lust auf den Bogen. Liebe zu Persern, Aischylos, /

zur Orestie. Zu Hannes Hegen, dem letzten Genie. Zum Spatz /
in der Hose, zur Umkehrosmose. Liebe zu jedem Nebenarm von Elbe /
und Spree, zu deinem Slip auf dem Kanapee.

Was die Form anbelangt, bleibt die Dichtung von Volker Sielaff weitgehend traditionell. Die Gedichte bestechen durch Binnenreime oder Kreuzreime, sie sind in Strophenformen, weitgehend Quartette, gegossen. Thematisch und motivisch deckt die Dichtung von „Barfuß vor Penelope“ eine sehr weite Bandbreite ab.

Entsprechend dem Vorspruch „Lieben ist (…) das Privileg, eine Vollkommenheit zu bemerken, die anderen Augen unsichtbar bleibt.“ von Nicolás Gómez Dávila umkreisen die Gedichte der ersten Hälfte des Bandes immer wieder das große Thema Liebe. Das erste Gedicht, „Mystische Aubergine“, ist eine ekstatische Glossolalie auf die Zuneigung zu den verschiedensten Gegenständen, Personen, Begrifflichkeiten, die in sechs Akten aneinandergereiht werden, gefolgt von einem Postskriptum:

Nur Liebe. /

zur Glossolalie, ihren entzündlichen Stellen, ihren Pusteln, /
Furunkeln, rauen Miszellen. Foucault, der den Lüfter ausstellt. /
Foucault im Badezimmer. Foucault rauchend in einem Zelt. /
Zu jedem Neandertaler der Sprache, der sich frei um drei /

in den Diskurs einwählt. Und Liebe zur heiligen Kuh. Zum Sex /
Zur Wahrheit. Zur Bio-Macht. Zum Wahnsinn. Zu Tunis. Zum /
Epistem. Zu den Hasen im Feld, die auf ihren Ohren still stehn. /
Den 72 Jungfrauen, dem Volk von Athen. Liebe zu Morgenstern,

zum Nasobëm. Zur mytischen Aubergine, einem Tee mit Zitrone.

Mystische Aubergine, I

In dem einleitenden Gedicht, das zu den stärksten des Bandes zählt, werden im Folgenden Dürer und Dürr-Obst, Dadaismus und ein Licht am Fahrradschloss, die Elbe und ein Slip, Ambrosia und ein Proseminar oder auch Pumpernickel und Poesie kombiniert.

Im dreitiligen Postskriptum des Gedichts wird Sielaffs Tendenz deutlich, unterschiedliche Sprachebenen und Soziolekte zu verwenden und dialogisch zusammenzuspannen. Wo gerade noch der zehnte Gesang der Odyssee zitiert wurde, um die eigene Bildung zu demonstrieren, wird kurz darauf, ohne zu zögern, in Umgangssprache palavert. An eine vergangene Liebe gewandt, sagt das lyrische Ich dort:

Gesponnen in dein Seemanns-Latein, warst du mir grade recht – /
so schön Karma: ein wenig verwegen, arrogant, wie der junge Brecht. /

Mit dir vergaß ich all die anderen trüben Tassen, die Herzensbrecher /
und Kupferstecher, die es nicht rafften, mich bloß, während der Wind /
sich drehte, blöd an der Mole angafften: „Bin ich nen Leuchtturm, /
oder was was. Vapiss dich, Digga, gib Gas, und lass dich, Digga, hier

nie wieder sehn.“ Die kriegten doch alle den Bogen nicht scharf, /
den Aphrodite in Meerwasser tunkte (…)

Mystische Aubergine, VIII

Dichtung ist bei Sielaff frei von jedweder Arroganz gegenüber dem gesprochenen Wort, welches er vielmehr aufgreift, um damit zu spielen. Dennoch wird trotz dieser Experimente der Anspruch des Gedichtbands infrage gestellt, zur gehobenen Literatur zugehören. Zu zahlreich sind die Anspielungen auf literarische Traditionen. So sagt der Dichter selbst über seine Neigung zu altertümlichen Dingen und zu Überresten der Vergangenheit:

ich liebe Bäume, Schiffe und die Antiquierten /

Ich geh so gern durch Dinge, die vergangen, /
und durch Beschreibungen, die keiner glaubt.

Gedicht nach Solaris

Auch das zweite Kapitel, „Die helle und die dunkle Seite“, hat die Liebe zum Gegenstand, wobei hier das Aufblühen und Vergehen einer Liebschaft beschrieben wird. Zuerst will der lyrische Sprecher noch in petrarkistischer Manier von den Augen seiner Geliebten trinken und liebt inbrünstig ihr Gesicht, „das mich anblickt so heil und so wund / was in Worten sich nicht sagen lässt / tut es mir anders kund“ („Ich liebe beim Lieben dein Gesicht“). Doch zuletzt platzt der „Traum der uns forttrug“; denn „er reichte nicht bis ins Heute“ („Ich lag auf dir wie Tau“):

ich lag auf dir wie Tau /

auf einer morgendlichen Wiese /
es löste sich alles auf /
Jetzt schick ich dir schöne Grüße /
und heb mich für dich nicht auf

Ich lag auf dir wie Tau

In dem poetologischen zu deutenden Gedicht „Mit deinem Atem“ spricht das lyrische Ich über sein eigenes Dichtungsverständnis. Demnach sollen die Gedichte sich selbst genug sein, nicht mehr als „ins Offene gewendete Fragen“, „ohne Absicht geschrieben“ („Mit deinem Atem“):

Du sollst mit deinem Atem sie lesen /
mit ihnen gehen im Schritt /
im Rascheln der Blätter zu unseren Füßen /
die Gedichte und wir: selbstdritt

Mit deinem Atem

Im Teil „Swann“, benannt nach der künstlerisch interessierten Figur Charles Swann aus der „Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust, setzt der Dichter einer ganzen Reihe von Künstlern – avantgardistischen, dadaistischen und impressionistischen oder volkstümlichen Malern, Sängern, Dichtern des vergangenen Jahrhunderts (Hugo Ball, Kasimir Malewitsch, Max Liebermann, Marcel Proust, Freddy Quinn, Rimbaud, Brodsky) – ein Denkmal, nach denen er die Gedichte des Kapitels jeweils benennt.

Der polnische Autor, Maler und Intellektuelle Jósef Czapski, 1943.

Besonders sticht in diesem Abschnitt das Gedicht „Marcel Proust in Grjasowez“ heraus, in welchem die Proust-Lektüre als wirksames Schmerzmittel für die Insassen des Lagers Grjasowez der sowjetischen Geheimpolizei NKWD in Betracht gezogen wird. Hochliteratur und -kultur als potentes Heilmittel gegen das Elend des Lagers:

Hier erst, in diesem elenden Loch, fängt Proust an /
zu wirken. Wie ein Schmerzmittel, wie die Madeleine.

Männer, die eng zusammenrücken im Refektorium.
Sie sind Überlebende der Massenmorde. Sie folgen Czapski
in ein überheiztes Zimmer – und einem Laut: Swann.

Marcel Proust in Grjasowez

Damit spielt der Dichter auf das Buch „Proust: Vorträge im Lager Grjasowez“ (Friedenauer Presse, 2006) an, welches die aus dem Gedächtnis entstandenen Vorträge des im Kriegsgefangenenlager inhaftierten polnischen Autors, Malers und Intellektuellen Jósef Czapski versammelt.

In dem folgenden Kapitel, „Diogenes spricht zu einem Maler“, werden östliche Traditionslinien aufgegriffen, indem der Dichter sich der Strömung des Japonismus widmet, dem Einfluss der japanischen Kunst auf die westliche Welt, insbesondere auf die französische Kunst, also. Genannt werden Hokusai, Van Gogh, Monet – und schließlich, zur Überraschung der Leserinnen und Leser – die heute bei Buchmessen auftretenden Cosplayer, die Manga- und Comicfiguren nachahmen.

Auch weitere Künstler, Dichter und Maler erhalten in diesem Teil ein Mahnmal, zum Beispiel der Kubist Georges Braque, der Expressionist Carl Lohse, der Sänger John Lennon. Sielaff beweist immer wieder aufs Neue, dass seine Dichtung die Grenzen der Künste überschreitert, dass er mehrere Musen anbetet. Das Diogenes-Gedicht macht sich, ganz in der Tradition des kynischen Philosophen, auf die Suche nach einem Menschen:

Ich bin ein Narr, ich suchte einen Menschen /
stattdessen fiel mein Licht auf kahle Häupter,
deiner Farben hargesottne Existenzen.

Ist Licht noch in der Lampe, die ich trage? / (…)

Ich bin ein Narr, /
ich suchte /

und fand sie nicht: /
die Menschennatur.

Selbstbildnis im Malerkittel von Carl Lohse, um 1950.

Gegen Ende des Kapitels schleicht sich langsam auch das Thema Diktatur als Gegenstand in die Dichtung ein: Begriffe wie „entartet“ tauchen im Zusammenhang mit der Kunst des Expressionisten Carl Lohse auf, der zwischen 1939 und 1945 seine künstlerische Arbeit unterbrechen musste. Der Zwang, eine Erste-Mai-Rede vor den Genossen zu halten, der eher an die DDR denken lässt, vermischt sich mit Erinnerungen an die Nazidiktatur, wodurch sich ein assoziierend verfahrendes Verwirrspiel ergibt:

Erst bemerkt er dich nicht, brütet /
über seiner Rede zum Maifeiertag. /
Die Diktion hat er sich antrainieren müssen, /
er weiß genau, was sie von ihm erwarten: /
ein dröges Abspulen der Phrasen, Linientreue. / (…)

Manchmal /
lässt du die Farbe ganz weg, machst /
einfach weiße Bilder. / (…)
Wörter /
schwirren dir durch den Kopf: „entartet“, „Formalismus“. /

Ich sehe Vater, wie er sich verlegen am Kopf kratzt. /
Die Mairede: morgen muss er sie den Genossen vorlegen.

Carl Lohse Gedicht

Der Gedichtband „Barfuß vor Penelope“ sorgt damit dafür, dass man nicht nur barfuß vor Penelope steht, vor den großen Referenzen der Antike, sondern auch mit voller Wucht auf die Avantgardisten des beginnenden 20. Jahrhunderts. Auch Diktatur- und Grenzerfahrungen werden nicht ausgespart.

Im Kapitel „Oberlausitz Wagenspur“ spielt die Heimat von Volker Sielaff eine größere Rolle: Das erste Gedicht des Kapitels widmet sich dem Begriff „Gackenest“ für Nesthäckchen, das in Grimms Wörerbuch bezeugt ist, und anderen Wörtern, die mit gack- beginnen. Ein Nesthäckchen sei er nicht, so der lyrische Sprecher, auch kein Nestbeschmutzer oder „Nestscheiszerlein“. Das „sz“ für das scharf ß kann als Anspielung auf eine Eigenart von Friederike Mayerhöfers Lyrik gedeutet werden.

Anschließend begibt sich das lyrische Ich auf die Spuren der sächsischen Vergangenheit, die mit der Gegenwart verbunden werden: Es denkt an die Milzener, die Meißner, die ersten Bauern, die alten Handelssstraßen, die Bischöfe und Adligen von Meißen und deren Stammbaum, die Polenkönige, Ungarn und Habsburger. Geschichte wird im Gedicht „Flickenteppich“ häppchenweise erfahrbar als eine Aufreihung von Akteuren und Namen, die zum Recherchieren einladen. Dass es sich um Machtgeschichte handelte, ist dem geschichtsinteressierten lyrischen Sprecher sehr bewusst:

Polenkönige, Ungarn und Habsburger, alle /
mischten sie mit um ein Stück vom Kuchen, /
ewiges Hin und Her aus Krigen und Krisen, /
Techtelmechtel der Mächtigen, /

ich schaue /
mir die Karten in den Archiven an, bunte /
Flickenteppiche von Zugehörigkeiten, ich lade /
mir die Geschichte des Sächsischen Adels /
auf meinem PC herunter. Auf der 6 bei Bautzen /
seh ich die Dorfjugend auf knatternden Mopeds.

Flickenteppich

In „Maikäfer flieg“ verarbeitet der Dichter auf eindrucksvolle Weise ein Stück Familiengeschichte, nämlich die Herkunft des Vaters aus Pommern. Die Erzählung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs über Flucht, Vertreibung, Gewalt und Deportation jüdischer Einwohner wird dabei mit dem bekannten Volks- und Kinderlied „Maikäfer, flieg / Vater ist im Krieg. / Mutter ist in Pommerland, / Pommerland ist abgebrannt / Maikäfer, flieg“ collagiert. Die Verbindung dieser zwei Elemente ist sehr effektvoll.

Das Kapitel „Füfuhrstrand, Breton und den anderen“ zeichnet sich durch im Vergleich zum übrigen Band experimentell orientierte Lyrik aus. Im Gedicht „Kopfbedeckung“ äußert das lyrische Ich seinen dringenden Wunsch nach Kopfbedeckungen verschiedener Art. Wie im allerersten Gedicht des Bands wird hier erneut mit der Fülle der Wörter, der copia verborum, gespielt, indem die unterschiedlichen Hüte und Mützen aufgezählt werden, (Schirm-, Basken-, Schiffer-, Pudelmütze, Helm, phrygische Mütze usw.), ehe der lyrische Sprecher sich doch gegen eine Herrenmütze entscheidet, um nicht als „Leisetreter“ zu enden:

Es ist der allzu Gelackte, vor dem ich auf der /
Hut sein will: der Leisetreter, der Hinter-Tür- /
Steher mit den weichen Sohlen, der ganz ohne /
Geräusch in den Lift steigt (…) /

Auf der Hut /
sein will ich vor dem, der zu schnell abschmiert /

in den blöden Himmel voller Beifall klatschender /
Engel: Behördenengel, Karriereengel, lauter gelackte /
geflügelte Schlaumeier da ohne Herz und Hirn. /
Ihr Pflaumen. /

Geht mal barfuß und schlaft eine Nacht auf Beton.

Kopfbedeckung

Es scheint, als hätte der Dicher gegen Ende noch mal alle Energie aufgebracht. Denn in den folgenden Gedichten dieses Kapitels reiht er assoziativ, ohne dass für die Leserinnen und Leser immer ein sinnvoller logischer Gedankengang ersichtlich sein muss. Es geht jetzt nur noch um das reine Dichten, die Schönheit der Bilder, das Sich-der-Sprache-Hingeben. Die Ideen kommen nun, so scheint es, ganz aus dem Dichter selbst heraus, während die Zitate und Traditionen den vorhergehenden Gedichten vorbehalten waren.

ich halte die große Feder über dich, schreibe und schreibe /
diese Schrift ist nicht zu erlernen, setzt immer neu an, was ist /
mit dem Lehnstuhl, was mit der Schaufel, wir haben uns genau /
dazwischen gelegt und unsere Augenpaare übereinander /
gelegt, deins über meins, wenn ich dich senkrecht sehe, /
kann ich dich küssen und den winzigen Leberfleck auf der Höhe /
deiner Nase betrachten, die Perspektive zerrt an uns, dreht uns /
immer wieder ins Lot (…)

Der dunkelste Ort

Das letzte Gedicht des Kapitels zeichnet sich durch surreale Ideen aus, was der Dichter mit „Amok“ überschreibt:

montags und freitags gehe ich immer /
durch eine Wand, um zu fühlen, wie das ist, durch eine Wand gehen, /
manchmal treffe ich dort auf einen, der in einem Panzerschrank lebt /
und immer erst herausgeholt wird, wenn wieder einer durch die Flügeltür /
gegangen ist

Amok oder Verfehlung der Ereignisse aus dem Geiste der Poesie

Ein wahres Kleinod ist das letzte Kapitel, das an die Kraft des ersten Kapitels anschließt. Überschrieben mit „Ich bin in hohem Bogen ein Diesseitiger“, besteht es aus einer Vielzahl von Kleinstgedichten von nicht mehr als zwei, drei oder vier Versen.

Die einzelnen Kleingedichte sind typographisch durch Absätze und Asteriske voneinander getrennt. Sie enthalten splitterhafte Beobachtungen, in denen einzelne Motive wie das Meer, der Strand, die Vögel, der Himmel, das Fliegen und die Zeitlichkeit wiederkehren:

Ewig schlägt’s, das Meer
mit seiner schwarzen Tine.
Sterne leuchten
und Schiffe

***
Feuchte Beeren ihre Augen.
Regenfeucht ein Schiff.
Reist: von Danzig
nach Shanghai.

***
Das Leben ging schnell.
Und jetzt geht es langsam.
Wer geht?

***
Tristesse des Regens.
Ich habe Sehnsucht
nach einer alten
Teeschale.

Ich bin in hohem Bogen ein Diesseitiger

In ihren basalen Aussagen über Naturereignisse und das Dasein lassen die Kleinstgedichte an japanische Haikus denken, was einen Bogen zum zuvor thematisierten Japonismus schlägt. Die Silbenfolge 5-7-5, die das japanische Haiku fordert, wird dabei jedoch nicht eingehalten.


Der Gedichtband „Barfuß vor Penelope“ zeichnet sich durch eine große Fülle aus – eine Fülle an verschiedenen Formen, an unterschiedlichen Wörtern, an Ideen, an verschiedenen Kunstformen. Damit ist die Variation das bestimmende Element dieses Bandes, in dem der Dichter wahrhaft reüssiert. Gleichzeitig schafft er es, nicht nur die klassischen Traditionslinien der westlichen Kultur und Literatur, sondern auch avantgardistische, volkstümliche und orientalische Strömungen als vollwertige Bestandteile in seine Dichtung zu integrieren.

So entsteht eine polyphone, interkulturelle und intermediale Dichtung, die zwischen den Welten – West und Ost, Literatur, Musik und Bildender Kunst sowie Hochkultur und Populärkultur – vermittelt. Ein empfehlenswerter Lyrikband, bei dem Form und Inhalt stimmen und dessen zahlreiche Anspielungen auf Künstler, Musiker und Dichter zu weiteren Recherchen und Entdeckungen einladen.


Die Gedichte von Volker Sielaff wurden bisher in zehn Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Französisch, Italienisch, Dänisch, Polnisch, Ungarisch, Tschechisch und Arabisch. 2007 erhielt er den Lessing-Förderpreis des Freistaates Sachsen, 2015 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung für das literarische Werk.

Von ihm sind auch erschienen: „Postkarte für Nofretete“ (Verlag zu Klampen, 2003), „Überall Welt: Ein Journal“ (Edition Azur, 2016), „Selbstportrait mit Zwerg / Glossar des Prinzen“ (Edition Azur, 2020; Reprint der vergriffenen Bände von 2011 und 2015).

Volker Sielaff: Barfuß vor Penelope. Edition Azur.

Bewertung: 5/5

Bibliographische Angaben:
Autor: Volker Sielaff
Titel: Barfuß vor Penelope
Verlag: Edition Azur
Erscheinungsdatum: 10.03.2020
Seitenzahl: 112
ISBN: 978394237545-0
Kaufpreis: 19 €

Website von Volker Sielaff

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