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Rezension

„Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon

„Rückkehr nach Reims“ erschien 2016 in deutscher Übersetzung – und gilt inzwischen als ein soziologischer Klassiker. In dem autobiographisch inspirierten Band analysiert der französische Soziologe und Philosoph Didier Eribon am Beispiel seiner eigenen Familie und seiner Herkunft aus der Arbeiterschicht so unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene wie die Scham für die eigene Herkunft und Homosexualität, Homophobie, die Vernachlässigung der Arbeiterschicht durch die Linke und den daraus resultierenden Rechtsruck.

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Buchliste

Verlagsvorschauen im Frühjahr 2021 (Teil 1)

In der letzten Woche habe ich die Programme der größeren und kleineren, unabhängigen Verlage durchgesehen. Dabei ist eine natürlich subjektive Auswahl von Büchern herausgekommen, denen ich in diesem Frühjahr Aufmerksamkeit schenken möchte. Es sind Werke, die ich auch selber gern einmal lesen würde, weil mir Inhalt, Beschreibung, Aufmachung oder Ähnliches zusagen. Ich wünsche euch viel Freude mit meiner Vorschau auf die Frühjahrs-Veröffentlichungen!

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Rezension

„Hotel der Schlaflosen“ von Ralf Rothmann

Ralf Rothmann, geboren 1953 in Schleswig, erhielt für seine literarischen Werke zahlreiche Literaturpreise. Er hat sich durch Romane mit Schauplatz im Ruhrgebiet und in Berlin sowie durch Erzählungen hervorgetan. Sein neuester Erzählband, „Hotel der Schlaflosen“, versammelt elf Erzählungen von unterschiedlicher Länge, die an den verschiedensten Orten und zu verschiedenen Zeiten spielen.

„Fear is a man’s best friend“ lautet das Motto des Bands, ein Zitat von John Cale. Und tatsächlich ist es oft, aber nicht immer in dieser Sammlung von Texten die Angst, eine grundlegende Emotion und menschliche Erfahrung, die die Protagonisten antreibt, motiviert oder einschränkt.