Es gibt wieder literarische beziehungsweise lyrische Neuigkeiten zu verkünden: Mein zweiter eigener Gedichtband, „Im Dickicht lebt es sich leichter“, ist da. Nach meinem Debütband „Storchenstolz“ erscheint nun ein neuer, umfangreicherer Lyrikband im Geest-Verlag. Darüber freue ich mich sehr.
Der Band umfasst 104 Seiten und enthält neben den Gedichten auch Übersetzungen von Franziska Beyer-Lallauret sowie ein Nachwort von Prof. PhDr. Uli Rothfuss. Er ist für 12,50 Euro erhältlich und kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellt werden.
Weiterlesen: In eigener Sache: „Im Dickicht lebt es sich leichter“ von Florian Birnmeyer
Hier die Daten:
Florian Birnmeyer: Im Dickicht lebt es sich leichter. Gedichte.
Übersetzungen von Franziska Beyer-Lallauret.
Mit einem Nachwort von Uli Rothfuss.
Geest-Verlag, Visbek 2026.
104 Seiten, ISBN 978-3-679064-562-1, 12 Euro.
In „Im Dickicht lebt es sich leichter“ versammeln sich Gedichte zwischen Naturerfahrung, gesellschaftlicher Gegenwart und persönlicher Selbstbefragung. Die Texte kreisen um Nähe und Distanz, Liebe und Trennung, Erinnerung und Verlust. Immer wieder stellt sich die Frage, was Sprache bewahren kann, wenn Erfahrungen, Menschen und Augenblicke zu entgleiten drohen.
Das Dickicht ist dabei nicht nur ein Ort in der Natur. Es wird zu einem Schutzraum, zu einem Rückzugsort und zu einem Bild für all das, was sich nicht vollständig erklären oder auflösen lässt. Persönliche Erfahrungen verbinden sich mit Mythos, Literatur, Natur- und Stadtbildern. Jahreszeiten werden zu inneren Landschaften, während Paris als Ort zwischen Erinnerung, Illusion und Ernüchterung erscheint.
Einige der Paris-Gedichte wurden von der in Frankreich lebenden Lyrikerin Franziska Beyer-Lallauret ins Französische übertragen. Damit erhält der Band auch eine deutsch-französische Dimension, die zu meiner eigenen Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Frankreich passt. Das Nachwort von Uli Rothfuss ergänzt die Gedichte um eine weitere Perspektive.
Während „Storchenstolz“ versonnene Welten zwischen Antike, Naturbetrachtung und Liebessehnen erkundete, führt „Im Dickicht lebt es sich leichter“ diese Poetik weiter und öffnet sie zugleich für neue Fragen. Die Gedichte sind fragmentarischer, brüchiger und vielleicht auch zurückhaltender geworden. Sie wollen nicht alles erklären, sondern Raum lassen: zum Nachdenken, zum Wiederlesen, zum Verweilen und zum Offenbleiben.
Wer Lust auf eine lyrische Auszeit hat, sich in Natur- und Stadtbildern verlieren oder den Möglichkeiten und Grenzen von Sprache nachspüren möchte, darf gerne zu diesem Gedichtband greifen.
