„anders fühlen“ von Benno Gammerl

Benno Gammerl verfasst mit „anders fühlen“ eine besondere Geschichte der Schwulen- und Lesbenbewegung in der Bundesrepublik, indem er den Fokus auf die private und öffentliche Emotionsgeschichte der schwulen und lesbischen Menschen zwischen den 1950er und 1980er Jahren legt. Er wirft einen Blick auf das Leben dieser Personen auf dem Land und in der Stadt und zeichnet die Entwicklung der Schwulen-, Lesben- und Frauenbewegung nach, deren Rechte nicht so linear vorankamen, wie es bisweilen dargestellt wird.

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„Hotel der Schlaflosen“ von Ralf Rothmann

Ralf Rothmann, geboren 1953 in Schleswig, erhielt für seine literarischen Werke zahlreiche Literaturpreise. Er hat sich durch Romane mit Schauplatz im Ruhrgebiet und in Berlin sowie durch Erzählungen hervorgetan. Sein neuester Erzählband, „Hotel der Schlaflosen“, versammelt elf Erzählungen von unterschiedlicher Länge, die an den verschiedensten Orten und zu verschiedenen Zeiten spielen.

„Fear is a man’s best friend“ lautet das Motto des Bands, ein Zitat von John Cale. Und tatsächlich ist es oft, aber nicht immer in dieser Sammlung von Texten die Angst, eine grundlegende Emotion und menschliche Erfahrung, die die Protagonisten antreibt, motiviert oder einschränkt.

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13 informative Bücher zum Thema Rassismus

Spätestens die Debatte um rassistisch motivierte Polizeigewalt in den USA, die „Black Lives Matter“-Bewegung, und zuletzt die Debatte um rassistische Tendenzen und in der deutschen Polizei haben es in unser aller Bewusstsein gerufen: Rassismus ist immer noch ein bedeutendes Problem in den westlichen Gesellschaften. Es gibt einen systemischen Rassismus.

Zahlreiche Menschen leiden unter Diskriminierungen, Beleidigungen und Ausgrenzungen. Aufklärung und Bildung sind ein Weg, um rassistischen Strukturen entgegenzutreten. Wir stellen euch aus diesem Grund 13 interessante Bücher zum Thema Rassismus und Antirassismus vor.

Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten.

Wer Rassismus bekämpfen will, muss Veränderung befürworten – und die fängt bei einem selbst an.
„Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören.
Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.

hanserblau. 208 Seiten. 17 €

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