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Rezension

Die Kopenhagen-Triologie von Tove Ditlevsen

Tove Ditlevsens autobiographische Kopenhagen-Trilogie ist in diesem Frühjahr in aller Munde. In den Werken „Kindheit“, „Jugend“ und „Abhängigkeit“ beschreibt die dänische Schriftstellerin (1917-1976) im Rückblick ihr Aufwachsen im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er und 1930er Jahre, ihre Anfänge als Dichterin sowie ihre aufeinanderfolgenden Beziehungen mit Männern und Medikamentenabhängigkeit. Die Trilogie lässt die Leserinnen und Leser an einem wechselhaften Dichterinnen-Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Dänemark teilhaben.

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Rezension

„Insel der verlorenen Erinnerung“ von Yoko Ogawa

Die japanische Schriftstellerin Yoko Ogawa verfasste mit „Die Insel der verlorenen Erinnerung“ eine Dystopie, in der die Erinnerungen auf einer namenlosen Insel nach und nach verloren gehen, solange bis kaum noch etwas übrig bleibt. Damit gelingt der Autorin eine eindringliche Parabel, die vor autoritären Tendenzen und Überwachungsfantasien warnt.

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Rezension

„Offene See“ von Benjamin Myers

Der Roman „Offene See“ des Schriftstellers und Journalisten Benjamin Myers wurde 2020 als „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ ausgezeichnet. Darin geht es um den jungen Schulabgänger Robert aus einer Bergarbeitergegend in Nordengland, der nach dem Schulabschluss durch England wandert und dabei eine lebensverändernde Freundschaft mit der älteren Dame Dulcie schließt.

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Rezension

„Kurzes Buch über Tobias“ von Jakob Nolte

Jakob Nolte schreibt mit „Kurzes Buch über Tobias“ einen ungewöhnlichen Roman über einen studierten Schriftsteller namens Tobias und dessen unerwartete Bekehrung zum christlichen Glauben. Außerdem erleben wir, wie Tobias mit einem anderen Mann namens Tobias zusammenlebt, der ein Kind von ihm möchte. Was an diesem vielschichtigen Text schwer zu verstehen ist, erläutert die Rezension.

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Rezension

„Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon

„Rückkehr nach Reims“ erschien 2016 in deutscher Übersetzung – und gilt inzwischen als ein soziologischer Klassiker. In dem autobiographisch inspirierten Band analysiert der französische Soziologe und Philosoph Didier Eribon am Beispiel seiner eigenen Familie und seiner Herkunft aus der Arbeiterschicht so unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene wie die Scham für die eigene Herkunft und Homosexualität, Homophobie, die Vernachlässigung der Arbeiterschicht durch die Linke und den daraus resultierenden Rechtsruck.

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Buchliste

Verlagsvorschauen der unabhängigen Verlage im Frühjahr 2021 (Teil 2)

Im ersten Teil der Frühjahrsvorschau auf Verlagsprogramme waren die größeren Verlage an der Reihe. Nun folgen im zweiten Teil die Frühjahrsprogramme der unabhängigen und kleineren Verlage. In diesem Beitrag schenken wir den Indie-Verlagen Aufmerksamkeit.

Anne Boyer: Die Unsterblichen. Krankheit, Körper und Kapitalismus.

Für ihr Buch „Die Unsterblichen“ erhielt die Autorin, Dichterin und Essayistin Anne Boyer 2020 den renommierten Pulitzer Prize für das beste Sachbuch. In der Laudatio hieß es: „An elegant and unforgettable narrative about the brutality of illness and the capitalism of cancer care in America.“ Eine Woche vor ihrem 41. Geburtstag wird der Dichterin ein hochaggressiver Brustkrebs diagnostiziert. Für die alleinerziehende Mutter in den USA ist es schwierig, über die Runden zu kommen, dazu kommen nun noch die Arztrechnungen. Sie nimmt die Entwicklung zum Anlass, ein Buch über Krankheit, Gesundheitspolitik, Sterblichkeit und den gesellschaftlichen Umgang mit Krankheit im Kapitalismus zu schreiben.

Aus dem Englischen von Daniela Seel. Matthes & Seitz Verlag. 280 Seiten. 25 €. Erscheinungsdatum: 29.04.2021.

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Buchliste

Verlagsvorschauen im Frühjahr 2021 (Teil 1)

In der letzten Woche habe ich die Programme der größeren und kleineren, unabhängigen Verlage durchgesehen. Dabei ist eine natürlich subjektive Auswahl von Büchern herausgekommen, denen ich in diesem Frühjahr Aufmerksamkeit schenken möchte. Es sind Werke, die ich auch selber gern einmal lesen würde, weil mir Inhalt, Beschreibung, Aufmachung oder Ähnliches zusagen. Ich wünsche euch viel Freude mit meiner Vorschau auf die Frühjahrs-Veröffentlichungen!

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Comic & Graphic Novel Rezension

„Frankenstein“ von Ralf König/Mary Shelley

Der Comic-Zeichner Ralf König hat in der Reihe „Die Unheimlichen“ des Carlsen Verlags eine Graphic Novel vorgelegt, die sich frei an dem britischen Schauerroman „Frankenstein“ von Mary Shelley orientiert. Ihm ist ein eigenständiges Werk gelungen, welches gattungstypische schaurige und für König typische humoristische Elemente verbindet.

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Interview

Interview zu Rachildes „Monsieur Vénus“: „ein Vorläufer queerer Literatur“

Der Roman Monsieur Vénus der französischen Fin-de-Siècle-Schriftstellerin Rachilde ist seit einiger Zeit in deutscher Übersetzung erhältlich. Darin geht es um die wohlhabende Protagonistin Raoule de Vénérande, die im 19. Jahrhundert wie ein Mann auftritt und sich einen armen Künstler, Jacques Silvert, zur Frau nimmt. Wir haben mit den beiden Übersetzerinnen Alexandra Beilharz und Anne Maya Schneider über die Autorin Rachilde, ihren Einfluss auf andere Literaten und ihr Werk gesprochen.

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Rezension

„Portrait“ von Jürgen Bauer

Der österreichische Schriftsteller Jürgen Bauer hat sich mit seinen Romanen einen Namen gemacht. Sein neuer vierter Roman „Portrait“ zeichnet die Lebensgeschichte des Mannes Georg von dessen Kindheit bis ins Alter nach. Das Besondere: Statt Georg selbst kommen drei Menschen zu Wort, die ihn durch sein Leben begleitet haben und gut kennen – seine Mutter Mariedl, sein Geliebter Gabriel und seine Ehefrau Sara.