Kategorien
Rezension

„Max, Mischa und die Tet-Offensive“ von Johan Harstadt

Johan Harstadt: Max, Mischa und die Tet-Offensive. Rowohlt 2019.

Johan Harstad wurde 1979 in Stavanger, Norwegen, geboren, wo er auch aufwuchs. Er studierte Literaturwissenschaften und schrieb daraufhin zunächst kürzere Texte und Kurzgeschichten. 2005 veröffentlichte Harstadt seinen Debütroman „Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander?“, der sich schnell zu einem Kultroman mauserte. Das Buch wurde in ein Dutzend Sprachen übersetzt und vom Norwegischen Rundfunk als Serie verfilmt.

2015 veröffentlichte Harstadt „Max, Mischa und die Tet-Offensive“ auf Norwegisch, das ebenfalls in mehrere Länder verkauft wurde und 2019 auf Deutsch im Rowohlt Verlag erschien. Das Buch erhielt international Aufmerksamkeit. Es handelt sich um ein wahres Monumentalwerk, das mehr als 1200 Seiten umfasst.

Kategorien
Rezension

„Das Eis-Schloss“ von Tarjei Vesaas

Tarjei Vesaas: Das Eis-Schloss. Guggolz Verlag 2019.

Tarjei Vesaas wird in seinem Heimatland Norwegen zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts gerechnet. Er war Romancier, Lyriker und Dramatiker (1897-1970) und wurde mehrmals für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Für „Das Eis-Schloss“ erhielt Vesaas 1964 den Preis des Nordischen Rates, den bedeutendsten Literaturpreis Skandinaviens. Eine Besonderheit seines Schreibens besteht darin, dass er seine Bücher auf Nynorsk verfasste, einer westnorwegischen Sprachvariante, die nicht dem klassischen Buchnorwegisch Bokmål entspricht.

In „Das Eis-Schloss“ schreibt Vesaas über zwei elfjährige Mädchen, Unn und Siss. Unn kommt als Waisin neu in ein kleines Dorf, kurz nachdem ihre Mutter gestorben ist. Wo ihr Vater sich aufhält, lässt sich nicht ermitteln, da sie ihn nicht kennt. So wird Unn bei ihrer Tante, der Schwester ihrer Mutter, untergebracht.