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  • Schlagwort: Deutsche Literatur

„Die Stunde, in der Europa erwachte“ von Kurt Oesterle

Europa beginnt in Kurt Oesterles Roman Die Stunde, in der Europa erwachte nicht mit einem Vertrag, einer Institution oder einer politischen Rede. Es beginnt mit Menschen, die einander kaum verstehen und dennoch füreinander sorgen. Der Titel bezeichnet deshalb weniger ein historisches Ereignis als einen kurzen Zustand erhöhter Empfindsamkeit: Für einen Augenblick erkennen Angehörige ehemals verfeindeter […]

Bücherverbrennungen: 13 Bücher, die 1933 wegen der Nationalsozialisten im Feuer brannten

Zwischen März und Oktober 1933 brannten in zahlreichen deutschen Städten Bücher. Organisiert und unterstützt wurden die Bücherverbrennungen von nationalsozialistischen Gruppen wie dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, der Deutschen Studentenschaft, der Hitlerjugend, der SA und weiteren Parteiorganisationen der NSDAP. Verbrannt wurden Bücher von Autorinnen und Autoren, die den Nationalsozialisten als politisch, kulturell oder weltanschaulich unerwünscht galten: jüdische, […]

„Beim Anschüren des Eisvogels“ von Leonhard F. Seidl

Von Leonhard F. Seidl erschien vor Kurzem gemeinsam mit anderen renommierten Autorinnen und Autoren, darunter Friedrich Ani, Lucas Fassnacht, Philip Krömer und Leonhard M. Seidl, die Kriminalgeschichtensammlung Tatort Alpen bei ars vivendi. Elf Kriminalgeschichten versammelt dieser Band, der bereits durch seine Namen neugierig macht. Doch nicht um dieses neue Buch soll es hier gehen, sondern […]

Aus dem Lyrikkabinett: „Bitterblumen“ von Matthias Schramm

Blumen – man kennt sie als Dekor. Grußkartenästhetik, Wohnzimmervase, Sonntag-nachmittag. Ein Symbol, das sich abgenutzt haben müsste. Und doch wirken sie bei Matthias Schramm anders. Bitterblumen nennt er seinen 2025 erschienenen Debütband. Schon dieses Wort trägt den Riss in sich: Schönheit, die sich an etwas Reibendem wundstößt. Eine Blume, die nicht tröstet. Eine Erinnerung daran, […]

Aus dem Lyrikkabinett: „Streichhölzer“ von Fabian Lenthe

Es gibt Gedichtbände, die man nicht einfach liest, sondern in deren Lücken man selbst hineingezogen wird. Fabian Lenthe, 1985 geboren, ist ein Dichter, der diese Lücken bewusst lässt. Sein neuer Band Streichhölzer, erschienen im XS-Verlag, besteht aus kurzen, genau beobachteten Texten, die lange nachwirken. Lenthe schreibt minimalistisch. Zwei bis drei Strophen genügen ihm, um eine […]

Aus dem Lyrikkabinett: „nach der illusion“ von Pauline Füg

Pauline Füg gehört seit vielen Jahren zu den Stimmen, die in Bayern und weit darüber hinaus den Poetry Slam geprägt haben. Sie ist nicht nur Autorin, sondern auch Psychologin, was sich in ihrem Schreiben immer wieder spiegelt. Schon ihr früheres Buch Zauberspruch für Verwundete (2013) war ein Versuch, Sprache zu öffnen, sie als Heilmittel und […]

Aus dem Lyrikkabinett: „VENUS-MARS“ von Christian Schloyer

Christian Schloyer gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. 1976 in Erlangen geboren, vielfach ausgezeichnet – u. a. mit dem Open-Mike-Preis, dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Lyrikpreis München – hat er sich durch seine sprachspielerische und technisch-versierte Dichtung einen festen Platz erarbeitet. Schon sein Band JUMP’N’RUN (2017) überraschte mit der Idee, Gedichtzyklen […]

„Das Café ohne Namen“ von Robert Seethaler

Robert Seethalers erfolgreichste Buch war „Der Trafikant“, das auch verfilmt wurde. Auch sein neues Buch spielt wieder in der österreichischen Hauptstadt. Darin folgen wir dem zu Beginn 33-jährigen Robert Simon, der in der Nachkriegszeit ein Café eröffnet, ein Café ohne Namen, da ihm keiner einfallen will. Auf 283 Seiten schreibt Seethaler über diesen Robert Simon, […]

9 Klassiker queerer Literatur, die du immer lesen kannst

Die Literaturgeschichte ist reich an Werken, die das Thema Homosexualität und Queerness aufgreifen und damit einen wichtigen Beitrag zur LGBTQ+-Kultur leisten. Von den Werken von Oscar Wilde bis hin zu modernen Autoren wie E. M. Forster haben schwule Schriftsteller eine wichtige Rolle bei der Prägung der zeitgenössischen Literatur und Kultur gespielt. In diesem Artikel werfen […]

„Montaignes Katze“ von Nils Minkmar

Nils Minkmar legt mit „Montaignes Katze“ einen Roman über Montaigne als Politiker und Diplomaten vor, der zwischen den Parteien vermittelt. Damit ergänzt er das Bild von Michel de Montaigne, der vor allem als Philosoph und Autor der „Essais“ bekannt ist, aber auch als Bürgermeister von Bordeaux und auf der politischen Bühne tätig war.