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Rezension

„Die Vögel“ von Tarjei Vesaas

Vor Kurzem erschien der wohl bekannteste Roman des norwegischen Autors Tarjei Vesaas in neuer deutscher Übersetzung: „Die Vögel“, ein Werk aus dem Jahr 1957. Darin wird die Geschichte von Mattis geschildert, der mit seiner Schwester in einem Haus auf dem norwegischen Land wohnt, in der Nähe eines Dorfes, des Waldes und eines See.

Während seine vierzigjährige Schwester ständig Jacken strickt, um das Essen für die beiden auf den Tisch zu bringen, geht Mattis zunächst keiner geregelten Arbeit nach. Denn bei der Arbeit verliert der träumerische Mann sich in Gedanken. Der 37-Jährige gilt daher in der Dorfgemeinschaft als Außenseiter und Sonderling und wird von der Bevölkerung „Dussel“ genannt.

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Rezension

„Das Eis-Schloss“ von Tarjei Vesaas

Tarjei Vesaas: Das Eis-Schloss. Guggolz Verlag 2019.

Tarjei Vesaas wird in seinem Heimatland Norwegen zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts gerechnet. Er war Romancier, Lyriker und Dramatiker (1897-1970) und wurde mehrmals für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Für „Das Eis-Schloss“ erhielt Vesaas 1964 den Preis des Nordischen Rates, den bedeutendsten Literaturpreis Skandinaviens. Eine Besonderheit seines Schreibens besteht darin, dass er seine Bücher auf Nynorsk verfasste, einer westnorwegischen Sprachvariante, die nicht dem klassischen Buchnorwegisch Bokmål entspricht.

In „Das Eis-Schloss“ schreibt Vesaas über zwei elfjährige Mädchen, Unn und Siss. Unn kommt als Waisin neu in ein kleines Dorf, kurz nachdem ihre Mutter gestorben ist. Wo ihr Vater sich aufhält, lässt sich nicht ermitteln, da sie ihn nicht kennt. So wird Unn bei ihrer Tante, der Schwester ihrer Mutter, untergebracht.