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Rezension

„Dann schlaf auch du“ von Leïla Slimani

Leïla Slimani: Dann schlaf auch du. btb 2018.

Leïla Slimani, von der ich bereits vor Kurzem „Alles zu verlieren“ gelesen habe, gewann für „Chanson douce“, in deutscher Übersetzung „Dann schlaf auch du“, 2016 den renommiertesten Literaturpreis Frankreichs, den Prix Goncourt. Grund genug, diesen Roman zu lesen, in dem eine Nanny außer Rand und Band gerät.

Die Erzählerin beginnt den Roman mit einem erzäherlischen Kniff: Sie weiht ihre Leserinnen und Leser gleich zu Beginn des Textes in das Ende der Geschichte ein, verrät sozusagen den Ausgang der Geschichte, der darin besteht, dass die Kinder der Familie Massé tot sind. Das Kindermädchen hat sie umgebracht. Von nun an wird die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser sich darum drehen, wie es zu dieser absoluten Horrortat kommen konnte.

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Rezension

„All das zu verlieren“ von Leïla Slimani

Leila Slimani: All das zu verlieren. München: Luchterhand 2019. 224 Seiten. 22 Euro.
(© Luchterhand)

Die französisch-marrokanische Schriftstellerin Leïla Slimani wuchs in Marokko auf. Ihre Familie gehört zur Elite Marokkos, ihr Vater war Bankier und ein hoher marokkanischer Beamter. Sie studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po und arbeitete danach für die Zeitschrift Jeune Afrique. Heute lebt Slimani mit ihrer Familie in Paris.

„All das zu verlieren“ ist ihr Debütroman. Er handelt von Adèle, einer Pariserin, der es scheinbar an nichts fehlt. Sie hat eine Familie, einen Mann, der Chirurg ist, und einen fast dreijährigen Sohn, Lucien. Sie fahren übers Wochenende ans Meer, gehen abends zu Abendessen mit anderen Familien, denen es ebenfalls gut geht, und planen ihre gemeinsame Zukunft. Und dennoch spürt Adèle, die als Journalistin für eine Pariser Tageszeitung arbeitet, eine Leere in sich, die sie ihrem Mann nicht offenbart.