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Rezension

„Der Fremde“ von Albert Camus

Albert Camus: Der Fremde. rororo 1996.

Nachdem ich zuletzt „Die Pest“ von Albert Camus gelesen habe, habe ich nun zu einem weiteren Klassiker desselben Autors gegriffen. „Der Fremde“ (im Original „L’étranger“), 1942 bei Gallimard in Paris erschienen, ist Albert Camus‘ erster Roman und wurde zu einem der weltweit meistgelesenen französischen Romane, nach „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry und „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Vernes. Der Roman ist Teil des cycle de l’absurde, zu dem auch „Der Mythos des Sisyphus“ und die Theaterstücke „Caligula“ und „Das Missverständnis“ gehören. Das Buch bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus und wurde in Frankreich eine schriftstellerische Sensation.

Was mich an diesem Text sofort gefesselt hat, war die Haltung des Erzählers namens Meursault. Es handelt sich um einen introvertierten Mann, der über große Teile der Handlung teilnahmslos und weitgehend gleichgültig auf die Ereignisse, die ihm zustoßen, reagiert.